Fehler Nr. 1: Der falsche Kabelschuh
Ein häufiger Fehler besteht darin, einen Kabelschuh oder Verbinder zu verwenden, der nicht exakt zum Leiterquerschnitt passt.
Ist der Verbinder zu groß, kann der Leiter nicht ausreichend verdichtet werden. Ist er zu klein, werden einzelne Litzen beschädigt oder gar abgeschnitten.
Die Folge sind:
- lockere Verbindungen
- erhöhter Übergangswiderstand
- verringerte Stromtragfähigkeit
- vorzeitiger Verschleiß
Bereits bei der Auswahl sollte deshalb auf den passenden Leiterquerschnitt sowie auf das geeignete Material für Kupfer-, Aluminium- oder Bimetallverbindungen geachtet werden.
Fehler Nr. 2: Ungeeignetes oder verschlissenes Presswerkzeug
Selbst der beste Kabelschuh liefert keine zuverlässige Verbindung, wenn das verwendete Werkzeug nicht zum jeweiligen Presssystem passt.
Abgenutzte Pressbacken oder ungeeignete Matrizen führen häufig dazu, dass der erforderliche Pressdruck nicht erreicht wird. Die Verbindung wirkt äußerlich korrekt, erfüllt jedoch die technischen Anforderungen nicht.
Regelmäßige Wartung, Kalibrierung und Funktionsprüfung der Werkzeuge sorgen dafür, dass die geforderte Presskraft dauerhaft eingehalten wird. Professionelle Crimpsysteme umfassen deshalb nicht nur Verbinder, sondern auch exakt abgestimmte Presswerkzeuge und Serviceleistungen.
Fehler Nr. 3: Falsche Vorbereitung des Leiters
Auch die Vorbereitung des Kabels spielt eine entscheidende Rolle.
Zu lang oder zu kurz abisolierte Leiter, beschädigte Litzen oder Verschmutzungen beeinträchtigen die spätere Verbindung erheblich.
Wichtig ist deshalb:
- Leiter sauber abisolieren
- keine Litzen beschädigen
- Leiter vollständig bis zum Anschlag einführen
- auf saubere Kontaktflächen achten
Bereits kleine Ungenauigkeiten können die Qualität der Verbindung dauerhaft beeinträchtigen.
Fehler Nr. 4: Materialkombinationen falsch wählen
Kupfer- und Aluminiumleiter dürfen nicht beliebig miteinander verbunden werden.
Werden ungeeignete Verbindungselemente eingesetzt, können Kontaktkorrosion und steigende Übergangswiderstände entstehen. Besonders bei Anwendungen im Außenbereich oder in feuchter Umgebung steigt dadurch das Ausfallrisiko erheblich.
Für solche Anwendungen stehen spezielle Bimetallverbinder sowie passende Verbindungssysteme zur Verfügung, die dauerhaft sichere Übergänge ermöglichen.
Fehler Nr. 5: Fehlende Qualitätskontrolle
Nach dem Crimpen endet die Arbeit nicht.
Professionelle Anwender prüfen jede Verbindung mindestens durch eine Sichtkontrolle. Je nach Einsatzbereich kommen zusätzlich Zugprüfungen oder elektrische Messungen zum Einsatz.
Diese abschließende Kontrolle hilft dabei, fehlerhafte Verbindungen frühzeitig zu erkennen und spätere Ausfälle zu vermeiden.