RFID und Barcode vereinfachen die Erfassung
Eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung der Werkzeugverwaltung spielen automatische Identifikationsverfahren wie RFID und Barcode.
Werkzeuge, Maschinen oder andere Betriebsmittel erhalten eine eindeutige Kennzeichnung. Bei einer Ausgabe oder Rückgabe können die zugehörigen Informationen schnell erfasst und der jeweiligen Person, einem Standort oder einem Einsatzbereich zugeordnet werden.
Während bei einem Barcode eine optische Erfassung erforderlich ist, ermöglicht RFID eine berührungslose Identifikation über Funktechnologie. Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Einsatzbereich, den Umgebungsbedingungen und den zu verwaltenden Arbeitsmitteln ab.
Beide Technologien helfen dabei, manuelle Eingaben zu reduzieren und Prozesse nachvollziehbarer zu gestalten.
Prüf-, Wartungs- und Eichtermine im Blick behalten
Werkzeugmanagement bedeutet jedoch mehr als die Frage: „Wo befindet sich welches Werkzeug?“
Bei vielen Maschinen, Geräten und Arbeitsmitteln müssen zusätzlich regelmäßige Prüfungen, Wartungen oder Eichungen berücksichtigt und dokumentiert werden.
Eine digitale Lösung kann Termine den jeweiligen Betriebsmitteln zuordnen und Verantwortliche auf anstehende Prüfungen aufmerksam machen. Prüf- und Reparaturprotokolle sowie weitere Dokumente lassen sich unmittelbar beim betreffenden Gerät hinterlegen.
Damit entsteht eine digitale Historie, die Informationen über Anschaffung, Nutzung, Prüfungen, Reparaturen und gegebenenfalls die Ausmusterung zusammenführt.
Gerade bei einem umfangreichen Bestand kann eine solche Dokumentation die Organisation deutlich vereinfachen und dazu beitragen, vorgeschriebene Prüfungen nachvollziehbar nachzuweisen.
Mobile Werkzeugverwaltung für dezentrale Einsatzorte
Nicht jedes Werkzeug bleibt innerhalb eines Betriebsgeländes. Montageunternehmen, technische Dienstleister, Bauunternehmen und zahlreiche Industriebetriebe setzen Maschinen und Arbeitsmittel an unterschiedlichen Orten ein.
Eine mobile Werkzeugverwaltung ermöglicht Mitarbeitern, Bestände und Verfügbarkeiten auch unterwegs einzusehen. Buchungen oder Rückgaben können direkt am Einsatzort erfolgen, anstatt Informationen später manuell in ein zentrales System übertragen zu müssen.
Dadurch lassen sich Medienbrüche reduzieren und Informationen stehen schneller für andere Mitarbeiter zur Verfügung.
Besonders bei mehreren Lagern, Betriebsstätten oder Baustellen kann dies einen wesentlichen Beitrag zu einer transparenten Betriebsmittelverwaltung leisten.
Von der Werkzeugliste zum digitalen Betriebsmittelmanagement
Die Digitalisierung verändert damit auch den grundsätzlichen Ansatz der Werkzeugverwaltung.
Aus einer einfachen Bestandsliste kann ein umfassendes Betriebsmittelmanagement entstehen. Neben Werkzeugen lassen sich je nach System beispielsweise Maschinen, Fahrzeuge, Inventar oder weitere Arbeitsmittel verwalten.
Entscheidend ist dabei die Integration in bestehende Unternehmensprozesse. Schnittstellen zu ERP-, Lager- oder Facility-Management-Systemen können verhindern, dass neue Insellösungen entstehen.
Ziel ist ein möglichst durchgängiger Informationsfluss: Daten werden dort erfasst, wo sie entstehen, und stehen anschließend den benötigten Unternehmensbereichen zur Verfügung.